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Esther Geißlinger

erhält den Schleswig-Holsteinischen Journalistenpreis 2019
für den Beitrag
„Wahlkampf ganz unten“

Für dieses gründlich recherchierte, kurzweilig erzählte, im Aufbau und im Stil journalistisch beispielhafte Porträt vergibt die Jury den Schleswig-Holsteinischen Journalistenpreis 2019 in der 1. Stufe. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert.

   

 

 


Carsten Janz

erhält den Schleswig-Holsteinischen Journalistenpreis 2019
für den Film-Beitrag
„Gegen den Hass – Zeiten des Zorns“
gesendet im „Schleswig-Holstein Magazin“ des NDR Fernsehens am 13. August 2019.

„Gegen den Hass – Zeiten des Zorns“ ist aufwendig recherchiert und dramaturgisch gelungen. Es sind ebenso bedrückende wie Hoffnung machende Einblicke, packend umgesetzt. Die Jury wertet diese Leistung als journalistisch herausragend und verleiht dafür den Schleswig-Holsteinischen Journalistenpreis 2019 in der 2. Stufe. Der Preis ist geteilt und mit jeweils 500 Euro dotiert.

   

 

 


Jürgen Küppers

erhält den Schleswig-Holsteinischen Journalistenpreis 2019
für den Beitrag
„Der Mann im Wald“
veröffentlicht in den Kieler Nachrichten am 9. Februar 2019.

Das Porträt des „Mannes im Wald“ ist menschlich eindrucksvoll und mit besonderer Sorgfalt recherchiert. Es wird von der Jury als qualitativ vorbildlich bewertet und mit dem Schleswig-Holsteinischen Journalistenpreis 2019 in der 2. Stufe gewürdigt. Der Preis ist geteilt und mit jeweils 500 Euro dotiert.

   

 

 


Susanne Link

erhält den Schleswig-Holsteinischen Journalistenpreis 2019
für den Beitrag
„Hanni“ ist auf der Schiene
veröffentlicht im „Nordfriesland Tageblatt“ am 7. Oktober 2019.

Die Jury verleiht für dieses ebenso lebendige wie sachlich ungewöhnliche Porträt den Nachwuchspreis des Schleswig-Holsteinischen Journalistenpreises 2019 – gestiftet von Prof. Dr. Jürgen Miethke. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

 

 

So interessant sind die Menschen zwischen Nord- und Ostsee

Schleswig-Holsteinischer Journalistenpreis 2019 verliehen – Beteiligung übertrifft alle Erwartungen

Kiel, 31. März 2020 – Großes Interesse zum kleinen Jubiläum: Mit über 50 Bewerbungen ist der Schleswig-Holsteinische Journalistenpreis 2019 im fünften Jahr seiner Auslobung auf die bisher größte Resonanz gestoßen. Leider musste die übliche feierliche Verleihung wegen der Coronavirus-Pandemie zunächst ausfallen. Die Urkunden wurden jetzt per Post verschickt.

Der 1. Preis ging an die freie Journalistin Esther Geißlinger für einen Artikel in der taz. Den 2. Preis teilen sich Carsten Janz (NDR Schleswig-Holstein Magazin) und Jürgen Küppers (KN). Susanne Link (sh:z) erhielt den Nachwuchsförderpreis. Das Thema der Ausschreibung lautete: „Das Porträt – Interessante Menschen aus Schleswig-Holstein.“

„Dass wir interessante Menschen in Schleswig-Holstein haben, war uns klar. Wie interessant sie aber sind und wie viele von ihnen dazu zählen, das haben wir nicht geahnt“, freuen sich Reinhardt Hassenstein (Vorsitzender der Stiftung des Kieler Presse-Klubs) und Arnold Petersen (Vorsitzender des DJV Schleswig-Holstein) über das überwältigende Echo. Die Stiftung und der Deutsche Journalistenverband sind Träger des Preises, mit dem herausragende journalistische Arbeit in Schleswig-Holstein gewürdigt wird. Angesichts der Fülle der Beiträge und der oft hohen Qualität tat sich die fünfköpfige Jury mit der Auswahl diesmal besonders schwer. Der Qual der Wahl ist auch die Teilung des 2. Preises geschuldet. Die Bandbreite der eingereichten Porträts reichte von einem Mönch bis zu einer Bundeswehr-Rekrutin oder einem Tatortreiniger, von landespolitischer Prominenz über einen Theaterintendanten bis hin zu einem Einsiedler.

Esther Geißlinger erhielt den mit 2000 Euro dotierten 1. Preis für ihren Beitrag „Wahlkampf ganz unten“. Sie begleitete eine Kandidatin für das Bürgermeisteramt in Laboe durch die Höhen und Tiefen ihrer Werbetournee - vom ersten großen Auftritt bis zum enttäuschenden Wahlabend. Die Jury wertete die Arbeit als „gründlich recherchiert, kurzweilig erzählt, im Aufbau und im Stil journalistisch beispielhaft.“

Carsten Janz wurde für den Film „Gegen den Hass – Zeiten des Zorns“ ausgezeichnet. Er zeichnet die Geschichte eines Mannes nach, der schon in der Jugend zur Gewalt neigt, Kopf einer Rockerband und schließlich einer der gefährlichsten Rechstextremisten Deutschlands wird. Heute arbeitet er als Anti-Gewalt-Trainer mit Jugendlichen. „Ebenso bedrückende wie Hoffnung machende Eindrücke, packend umgesetzt“, urteilte die Jury.

Jürgen Küppers überzeugte mit „Der Mann im Wald“, einem berührendem Porträt eines Mannes, der seit 20 Jahren in einem Zelt am Rande Kiels lebt. „Jürgen Küppers gelingt es, Vertrauen zu dem scheuen, empfindsamen Menschen aufzubauen, der das ausweglose Leben im Wald gewählt und dabei seine Würde bewahrt hat“, befand die Jury. Janz und Küppers teilen sich den mit 1000 Euro dotierten 2. Preis.

Susanne Link sicherte sich mit „Hanni ist auf der Schiene“ den Nachwuchspreis über 500 Euro, gestiftet von Prof. Dr. Jürgen Miethke. Die Volontärin knatterte mit einem Postschiffer auf dessen Lore zur Hallig Oland. Dabei spricht sie mit dem knorrigen Mann über das raue Leben im Wattenmeer, über die Herausforderungen der Natur und die Versuche der Politik, darauf Einfluss zu nehmen. „Gut beobachtet und treffend beschrieben“, entschied die Jury.

 

   
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